Frauenhauskoordinierung e.V.

Der Verein Frauenhauskoordinierung e.V. setzt sich ein für den Abbau von Gewalt an Frauen und für die Verbesserung der Hilfen für misshandelte Frauen und deren Kinder.

 

Die Angebote des Vereins richten sich an Mitarbeiterinnen in Frauenhäusern und Frauenunterstützungseinrichtungen sowie an Multiplikatorinnen in der Frauenhausarbeit, ExpertInnen in der Anti-Gewalt-Arbeit und darüber hinaus an alle am Thema Interessierten. Ziel der Arbeit von Frauenhauskoordinierung e.V. ist die Unterstützung der Frauenhäuser und Hilfeeinrichtungen in ihrer Alltagspraxis und in ihren übergreifenden Interessen durch Informationen, Austausch und Vernetzung. Die Frauenhauskoordinierung kooperiert mit zahlreichen Fachfrauen und ExpertInnen aus der Praxis, Politik und Verwaltung sowie aus Lehre und Forschung im In- und Ausland.

 

Der Verein Frauenhauskoordinierung e. V. wurde am 7. Dezember 2001 gegründet. Er wird getragen von den Bundesverbänden Arbeiterwohlfahrt Bundesverband e.V. (AWO), Deutscher Caritasverband e.V. (DCV), Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband Gesamtverband e.V. (Der Paritätische), Diakonie Deutschland - Evangelischer Bundesverband Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V. (EW DE) und Sozialdienst katholischer Frauen - Gesamtverein e.V. (SkF) sowie von weiteren Frauenhäusern in ihrer Mitgliedschaft.

Material: Schutz vor Gewalt für geflüchtete Frauen und Mädchen - Handout Antworten auf die wichtigsten Fragen (Frauen gegen Gewalt e.V. und Frauenhauskoordinierung e.V.

Ziele und Aufgaben

 

Ziele und Aufgaben des Vereins Frauenhauskoordinierung sind der Abbau von Gewalt an Frauen und die Verbesserung der Hilfen für misshandelte Frauen und deren Kinder. In Umsetzung dieser Ziele fördert der Verein auf Bundesebene Frauenhäuser und Frauenunterstützungseinrichtungen in ihren fachlichen und gesellschaftlichen Zielsetzungen, ebenso in ihren trägerübergreifenden rechtlichen und wirtschaftlichen Belangen.

Der Verein wirkt mit an der Weiterentwicklung von Strategien gegen Gewalt an Frauen, der Frauenhausarbeit und der Antigewaltarbeit insgesamt. Er fördert die Vernetzung der Frauenhäuser und Frauenunterstützungseinrichtungen untereinander und die fachbereichsübergreifende Kooperation in diesem Arbeitsfeld und sensibilisiert die Öffentlichkeit für die Situation gewaltbetroffener Frauen und deren Kinder.

Zur Verwirklichung dieser Ziele unterhält der Verein die Frauenhauskoordinierungsstelle.

Zu den laufenden Projekten und Tätigkeiten des Vereins gehören:

  • die Aufbereitung von zentralen Rechts- und Finanzierungsfragen, die für die gewaltbetroffenen Frauen und deren Kinder relevant sind
  • Arbeitshilfen zur Unterstützung der Hilfepraxis und ihrer Träger
  • die regelmäßige Herausgabe von Infos
  • die Vorbereitung und Abstimmung von Stellungnahmen und Erfahrungsberichten
  • die regelmäßige Durchführung von Werkstattgesprächen, an denen Vertreterinnen aus Frauenhäusern und Frauenunterstützungseinrichtungen aus allen Bundesländern beteiligt sind,
  • die Durchführung von jährlichen Fachtagungen zu aktuellen Themen
  • die Veranstaltung der alle zwei Jahre stattfindenden Fachforen zur Frauenhausarbeit mit jeweils rund 200 Teilnehmerinnen
  • Serviceleistungen für Frauenhäuser und Frauenunterstützungseinrichtungen, u.a. Vermittlung von Referentinnen, Literaturhinweise.

Ein inhaltlicher Schwerpunkt der Arbeit von Frauenhauskoordinierung e.V. ist die Begleitung des Aktionsprogramms der Bundesregierung zur Bekämpfung der Gewalt gegen Frauen. Dazu gehören u.a.

  • die Evaluation der Aktivitäten auf Bundesebene und der Ebene der Länder
  • die Vermittlung der Ergebnisse/Entwicklungen an die Praxis und Multiplikatorinnen der Frauenunterstützungsarbeit
  • die Mitarbeit in der Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Bekämpfung der Gewalt gegen Frauen.

Kooperationspartner/-innen der Frauenhauskoordinierung e.V. sind neben den Frauenhäusern und Frauenunterstützungseinrichtungen u.a. deutsche und internationale Netzwerke im Bereich der Anti-Gewalt-Arbeit, Bundes- und Landesministerien, Universitäten und Fachhochschulen, die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege.